Nicht jede Fragestellung braucht denselben Aufwand. Die Wahl der Begutachtungsstufe entscheidet darüber, wie viele Fachgebiete beteiligt sind, und damit auch über Dauer und Umfang der Abklärung.
Monodisziplinär: ein Fachgebiet
Wenn sich die Fragestellung klar einem medizinischen Bereich zuordnen lässt, genügt in der Regel ein Fachgebiet. Beispiel: Eine Verletzung am Bewegungsapparat ohne Hinweise auf weitere Beeinträchtigungen.
Bidisziplinär: zwei Fachgebiete
Treffen körperliche und psychische Aspekte zusammen oder überschneiden sich zwei Fachgebiete, braucht es die Sicht beider. Jede Fachperson beurteilt ihren Bereich, danach werden die Ergebnisse aufeinander abgestimmt.
Polydisziplinär: mehrere Fachgebiete
Bei komplexen Verläufen mit mehreren beteiligten Fachgebieten führt eine polydisziplinäre Begutachtung die Einschätzungen zu einer gemeinsamen Gesamtbeurteilung zusammen. Dazu gehört in der Regel eine interdisziplinäre Besprechung der beteiligten Fachpersonen.
So wählen Sie die richtige Stufe
- Welche Fachgebiete sind nötig, um die gestellten Fragen zu beantworten?
- Wie stark hängen die Beschwerden und ihre Auswirkungen voneinander ab?
- Liegen bereits aussagekräftige Berichte der Behandelnden vor?
Im Zweifel beraten wir Sie gerne: Eine kurze Rückfrage vor der Beauftragung ist meist effizienter als eine Nachbegutachtung.